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Wollen Sie Daten über lange, kostenintensive und fehleranfällige Leitungen zu einer Zentraleinheit übertragen oder lieber intelligente Knotenpunkte einsetzen?
Eine Frage, die zunächst die Automobilindustrie für sich gelöst hat. Als Antwort wurde die CAN-Technologie (CAN = Controller Area Network) begründet und entwickelt. Dabei werden z.B. die Daten von ABS-Sensoren nicht mehr von jedem einzelnen Rad mit einer Vielzahl von speziellen Leitungen für die unterschiedlichen Daten an die Steuereinheit - meist zentral im Motorraum plaziert - weitergegeben, sondern vor Ort gesammelt, vorverarbeitet, digitalisiert und erst dann durch eine einfache Leitung verteilt. Dabei filtern diese intelligenten Knotenpunkte nach entsprechender Programmierung unwichtige Daten außerhalb einer definierten Toleranz aus, so dass diese gar nicht erst transportiert und von der Zentraleinheit verarbeitet werden müssen. Die Knotenpunkte liegen an der Leitung wie die Haltestellen an einer Buslinie - daher der Name Bus-Technologie.
So entsteht ein System, dass bei geringeren Kosten weniger anfällig für Fehler ist. Bei Technologieänderungen können u.U. Sensoren und Knotenpunkte beibehalten werden und lediglich die Steuereinheit muss neu programmiert werden. Oder umgekehrt: Neue dezentrale Messpunkte können gesetzt werden, ohne dass die Steuereinheit ausgetauscht werden muss. Kosten werden aber auch gespart, weil die Leitungen viel preiswerter sind. Statt teurer Spezialleitungen, wie z.B. Thermoausgleichsleitungen, von der Messstelle zur Auswertestelle, reichen einfache, verdrillte zweiadrige Leitungen zum digitalen Datentransfer. Die Digitalisierung analoger Daten erfolgt bereits in den Knotenpunkten. Auf Grund dieser digitalen Datenaufbereitung sind lokale und zentrale - intelligente - Protokolle für die Qualitätssicherung erstmals möglich.
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